[Rezension] The Shamer’s Daughter

The Shamer’s Daughter
von
Lene Kaaberbøl

Titel: The Shamer’s Daughter (Shamer Chronicles Bd. 1)
Autorin: Lene KaaberbølPreis: 13,99€
Seiten: 240
Verlag: Holt Bfyr; Auflage: Reprint (3. Oktober 2006)
ISBN: 9780805081114
Empfohlenes Alter: 10 bis 14 Jahre
Sprache: Englisch

Inhalt

Melussina Tonerre ist eine Beschämerin: sieht sie einer Person in die Augen, geht der Blick in die Seele und bringt Geheimnisse und Vergehen zum Vorschein, die die Person verborgen hält. Sie kann die Menschen dazu bringen, sich vor ihren eigenen Taten zu schämen. Auch Dina besitzt diese Fähigkeit, denn sie ist die Tochter der Beschämerin. Als ihre Mutter nach Dunark gebracht wird, um dort einen Verdächtigen zu ‚befragen‘, beginnt Dinas Abenteuer: ein mysteriöser Mann holt sie von ihrem zu Hause, Cherry Tree Cottage in Birches, nach Dunark und lässt sie im Glauben, ihre Mutter bräuchte ihre Unterstützung. So verschlägt es das junge Mädchen in einen gefährlichen Wirbel von Intrigen, Verrat, Hass und Tyrannei. Sie muss lernen mit ihren Kräften richtig umzugehen, um herauszufinden wem sie vertrauen kann und wem nicht. Nur wenn ihr das gelingt, kann sie ihre Mutter retten und den wahren Schuldigen enttarnen.Bewertung

Prinzipiell muss ich sagen, dass mir die Geschichte gut gefallen hat, allein schon die magische Fähigkeit des „Beschämens“ und die Drachen haben mich überzeugt. Die Handlung ist relativ einfach gestrickt, es wird nur aus einer Erzählperspektive erzählt, und zwar aus Dinas. Insgesamt geschieht alles sehr schnell: nach nur 5 Tagen ist die Haupthandlung vorbei. Aber weil die Handlung so rasch verläuft, wird schnell Spannung aufgebaut und es ist wirklich schwer das Buch beiseite zu legen: also ein „Page-turner“; so wie es auf dem Buchrücken angekündigt wird. Die Rückkehr nach Hause bzw. in die neue Heimat, wird in nur einem kurzen Kapitel abgehandelt, und deshalb ein bisschen vernachlässigt, wie ich finde. Hier hätte man mit ein paar Beschreibungen noch viel rausholen können. Allgemein lässt sich sagen, dass sich die Autorin bei ihren Schilderungen nur auf das Nötigste beschränkt: Die Beschreibungen sind kurz und prägnant. Schade finde ich, dass man deshalb nicht sehr viel über die Welt erfährt, die die Autorin aufbaut.

Dina ist zwar noch ein Kind, aber trotzdem verhält sie sich schon sehr erwachsen oder so, wie man sich als Erwachsener verhalten sollte, es aber nicht tut (zum Beispiel im Umgang mit dem Gefangenem). Sie ist vorurteilsfrei, gutmütig und nicht weinerlich. Ich finde es toll, dass sie sich im Laufe der Geschichte verändert: vom trotzigem Mädchen, das versucht ihre Gabe wahllos einzusetzen, zu einem Mädchen, dem die Verantwortung, die mit der Gabe einhergeht bewusst ist. Dank ihrer Fähigkeit den Menschen in die Seele zu blicken, erfährt man Einiges über die anderen Figuren: eine weitere wichtige Figur, die eine innere Veränderung durchmacht ist Nicodemus. Ich finde das Buch ist für Kinder vollkommen angemessen, weil die Geschichte viele Werte thematisiert, die wichtig sind und weil es nicht allzu blutig ist. Zum einen wird gezeigt wie wichtig Mut im Leben ist, man aber auch lernen muss, zu erkennen, wann Zeit ist, sich zurückzuhalten. Vertrauen und Misstrauen werden thematisiert (Drakan – Nicodemus), und auch die Toleranz von Andersartigkeit, die meist daraus folgenden Hänseleien unter Kindern und wie wichtig und rar eine wahre Freundschaft ist (Cilla – Rose). Die leitenden Werte sind die Ehrlichkeit, die Scham und das daraus resultierende Schamgefühl. Tugenden, die man erst im Kindesalter lernt und dann im Laufe der Zeit ausbaut.

Fazit: Die Autorin hat sich eine originelle Geschichte einfallen lassen, mit einer aufregenden und interessanten magischen Fähigkeit. Sie hat eine Welt erschaffen, von der man hoffentlich noch mehr in den folgenden Büchern erfährt. Die Erzählung ist nicht langatmig, nimmt den Leser mit, ist aber wiederum nicht sehr detailliert. Für Zwischendurch eine nette, abwechslungsreiche und spannende Lektüre. Ich bin gespannt, was die Filmindustrie aus dieser Geschichte macht. Meiner Meinung nach bietet „The Shamer’s Daughter“ viel für einen sehr guten Film, den ich mir auch anschauen werde. Eben weil das Buch verfilmt werden soll, lag mir viel daran, das Buch noch vor Kinostart zu lesen und zu besprechen.

Empfehlung

Ich empfehle das Buch jedem Fantasy-Fan. Auch wenn es ein „dünnes“ Buch für Fantasy ist, bietet es doch sehr viel. Und falls ihr eine kleine Schwester habt, die gerade im Alter der Protagonistin ist, dann ist es perfekt. Vielleicht brauchen Kinder auch gar nicht so viele Details, wie wir (Fast-)Erwachsenen. Möglicherweise ist ihre Vorstellungskraft noch so stark, dass sie keine ausführlichen Beschreibungen brauchen. Aber auch für (junge) Erwachsene ist es mal eine nette Abwechslung.

Lieblingszitat

ShamersDaughter

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Ein Gedanke zu “[Rezension] The Shamer’s Daughter

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