[Rezension] Die Buchspringer

Die Buchspringer
von
Mechthild Gläser

BuchspringerCover

Titel: Die Buchspringer
Autorin: Mechthild Gläser
Verlag: Loewe
Seiten: 384
Erschienen: 2015
ISBN: 978-3-7855-7497-3
Preis: 17,95€ (Hardcover)
Hier geht es zum Verlag und zum Buch
Cover: Copyright Loewe Verlag

 

Inhalt

„Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt: Schir Khan, der Tiger aus dem Dschungelbuch, hat stets wertvolle Ratschläge für sie, während Goethes Werther zwar seinen Liebeskummer in tintenhaltigen Cocktails ertränkt, Amy aber auch ein treuer Freund ist, seit sie ihn vor den Annäherungsversuchen der Hexen aus Macbeth gerettet hat. Lediglich die Idee, Oliver Twist Kaugummi zu schenken, war nicht die beste.

Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist. Worauf hat es der geheimnisvolle Attentäter wirklich abgesehen?“

Quelle und Copyright: Inhaltstext vom Loewe Verlag

Bewertung

Dieses Buch habe ich beim Stöbern in einer kleinen Buchhandlung gefunden, das Cover und den Klappentext fand ich direkt ansprechend. Das Motiv des „In-die-Geschichte-eintauchen“ hat mich ein wenig an Cornelia Funkes Tintenwelt erinnert, vielleicht war auch das ausschlaggebend für den Kauf. Es handelt sich zwar um ein ähnliches Motiv, doch hat die Autorin es komplett umgewandelt und es in einen ganz eigenen Rahmen gesteckt; toll! Ganz klar eine sehr süße und verspielte Geschichte, mit viel Herz, Fantasie, Abenteuer, ein wenig Romantik und einer sehr mutigen Protagonistin. Ich habe den Kauf nicht bereut. Es lädt zum Träumen ein; denn wer würde nicht gerne mal in sein Lieblingsbuch springen, dort nach dem Rechten sehen und sich mit seinen liebsten Figuren unterhalten? Tatsächlich habe ich mir darüber ernsthaft Gedanken gemacht; mal wieder! Das Ende ist herzzerreißend und doch wunderschön, man könnte glatt neidisch werden. Ich war neidisch und traurig zugleich.

Die Handlung ist gut durchdacht und auch die Figuren haben alle ihren Platz und sind liebevoll gestaltet. Ich konnte zu fast allen Figuren einen gewissen Draht finden; nur auf Amys Mutter konnte ich mich nicht ganz einlassen. Sie wirkte manchmal etwas fehl am Platz, nicht ganz natürlich. Möglicherweise hat die Autorin dies auch so beabsichtigt, weil sie ja eigentlich nichts mit der Welt der Buchspringer am Hut haben möchte (wobei sie ja eigentlich mittendrin steckt), aber das ist nur meine Theorie. Eben weil sie mich als Figur nicht sonderlich überzeugt hat, hatte ich vielleicht deshalb ein paar Schwierigkeiten beim Lesen der entsprechenden Textpassagen, aber das kann auch nur an mir gelegen haben. Ich finde das aber nicht weiter schlimm, weil der Fokus sowieso auf ihrer Tochter liegt. Ein wichtiger Teil der Handlung ist sie trotzdem. Der Schreibstil der Autorin ist klar und ansonsten auch frei von Stolpersteinen für Zunge und Kopf. Es hat mir Spaß gemacht mit Amy diese Gabe zu entdecken, mit ihr in die Bücherwelt zu reisen, diese zu erkunden und auf Rettungsmission zu gehen.

Empfehlung

Aus all diesen Gründen, geht für dieses Buch ganz klar eine Lese-Empfehlung raus. Ich habe mir vorgenommen auch „Stadt aus Trug und Schatten (Bd. 1)“ und „Nacht aus Rauch und Nebel (Bd. 2)“ von derselben Autorin zu lesen. Mal sehen wann ich dazu komme, erstmal wandern die Bücher auf meine Wunschliste. Mit Mechthild Gläser habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt, die ich im Auge behalten möchte. Ich bin gespannt, was es in Zukunft von ihr zu lesen geben wird!

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Die Buchspringer

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