[Rezension] Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten

morgentau

Titel: Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten (Band 1)
Reihe: Geschichten der Jahreszeiten
Autorin: Jennifer Wolf
Verlag: Im.press-Titel im Carlsen Verlag
Seiten: 270
ISBN: 978 -3-551-31496-3
Sprache: Deutsch
Preis: TB 4,99€
Erschienen: Juli 2015/ Erst wieder verfügbar ab dem 28.7.2016
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Cover: Carlsen Verlag


Inhalt
Maya Jasmine Morgentau wird von der Göttin Gaia dazu auserwählt, einen ihrer vier Söhne zu heiraten und sich für die nächsten 100 Jahre an ihn zu binden: den Frühling, den Sommer, den Herbst oder den Winter. Sie muss eine schwierige Wahl treffen. Wird sie die richtige Entscheidung, die den Rest ihres Lebens bestimmen wird, treffen können?

Wie bin ich zu diesem Buch gekommen?
Seitdem ich mit meinem Blog unterwegs bin, war es schwer an diesem Buch nicht vorbeizukommen. Mir ist es überall bei Facebook über den Weg gelaufen und ich habe mich jetzt von der Begeisterung, die die Reihe „Geschichten der Jahreszeiten“ wie eine Aura umgibt, mitreißen lassen. Es war nicht geplant das Buch zu kaufen, aber als ich es in der Buchhandlung hab stehen sehen, bin ich nicht drum herum gekommen. Zum Gück!

Bewertung
Ich bin ziemlich begeistert von diesem Buch und habe mich jetzt schon ein paar Mal gefragt, warum zum Teufel ich es nicht schon früher entdeckt habe?! Ich habe sogar am Ende ein paar Tränchen verdrückt, was bei mir wirklich selten vorkommt. Aber von Anfang an: die Idee, die vier Jahreszeiten als Menschen bzw. Götter darzustellen, sie also auf diese Art und Weise lebendig zu machen, finde ich großartig. Diese Idee war der Grund dafür, dass mich die Geschichte überhaupt in seinen Bann ziehen konnte. Meiner Meinung nach, hat es die Autorin geschafft, den Jahreszeiten auch die passenden Charaktereigenschaften zu zuschreiben. In dem Buch steckt sehr viel Gefühl, vor allem der 2. Teil und das Ende haben es in diesem Punkt in sich. Das Ende ist traurig-schön und es lässt einen etwas verwirrt und aufgewühlt zurück. Ich brauchte erstmal ein wenig Zeit, um das nächste Buch zu beginnen. Trotzdem finde ich es irgendwie schade, wie die Autorin Mayas Geschichte hat enden lassen.

Mayas Geschichte in der Gegenwartsform der Ich-Perspektive zu lesen war für mich erstmal ungewöhnlich; am Anfang hat es meinen Lesefluss ein bisschen gehemmt und ich brauchte ein paar Seiten, um mich ‚einzulesen‘. Diese Perspektive eignet sich natürlich gut dazu das Innenleben, die Sinneseindrücke und sonstige Gefühlsregungen der Protagonistin ausführlich darzustellen, und das ist der Autorin gut gelungen.

Ich finde Mayas Entscheidung ist vorhersehbar, deswegen hat mir die Spannung an dieser Stelle ein wenig gefehlt. Dafür setzt diese aber an anderer Stelle ein. Die Spannung ist da, nur eben an einer anderer Stelle, wo man sie nicht erwartet, für mich ab circa dem 2. Teil der Geschichte. Man wiegt sich sicher und glaubt zu wissen, wie die Geschichte endet und dann kommt es ganz anders…

Um meine eingehende Frage zu beantworen, warum ich das Buch nicht eher entdeckt habe… das liegt wahrscheinlich daran, dass es ein bisschen, nun ja, schnulzig ist und es deshalb nicht ganz in mein „Beuteschema“ passt. Diese Art Buch lese ich deshalb eher selten, weil ich nicht so sehr auf Liebesgeschichten stehe. Gut fand ich, dass die romantischen Gefühle erst zum 2. Teil angefangen haben eine wirklich wichtige Rolle zu spielen. In meinem Fall ließ es sich also aushalten. Aber wie gesagt, es tut dem Buch keinen Abbruch, es ist eben Geschmackssache. Trotz allem: es ist romantisch, die Figuren haben Charme und man kann sehr über sie schwärmen (ich habe mir auch zwei der Jahreszeiten zu meinen Favoriten auserkoren!).

Die Autorin, ihre Geschichte und ihre Figuren haben es geschafft mich auf ihre Seite zu ziehen und haben es zu verhindern gewusst, dass ich das Buch genervt zur Seite lege. Den Kauf des Buches habe ich nicht bereut. Ich hoffe, dass mich die Kreativität und der Ideenreichtum der Autorin in den nächsten Bänden wieder werden begeistern können. Ich bin gespannt!

Empfehlung
Ich möchte das Buch empfehlen, weil ich die Idee und die daraus resultierende Handlung für außergewöhnlich einfallsreich und originell halte. Ich freue mich, endlich mal wieder ein Buch einer so kreativen und ideenreichen Autorin gelesen zu haben. Auf die Erzählperspektive muss man sich eben einlassen. Und wer sich nicht so gerne mit Sentimentalitäten herumschlagen möchte, sollte die Finger von dem Buch lassen. In dieser Reihe sind nun schon Band 2 und Band 3 erschienen; ich habe also jede Menge nachzuholen! Aber ich hole lieber nach, als ewig auf eine Erscheinung warten zu müssen.

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Morgentau. Die Auserwählte der Jahreszeiten

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