[Nachruf] Umberto Eco

Umberto Eco (* 5. Januar 1932 in Alessandria, Piemont, Italien; † 19. Februar 2016 in Mailand)

Dieser Name wanderte wahrscheinlich schon bei einigen heute über die Timeline bei Facebook & Co. Ich habe Umberto Eco  selbstverständlich nie persönlich kennengelernt und doch ist er kein Unbekannter für mich. Das liegt nicht nur daran, dass ich während meines Studiums der italienischen Literatur- und Sprachwissenschaft einigen seiner Schriften begegnet bin, oder weil ich den Film „Der Name der Rose“ gesehen habe. Es liegt auch daran, dass ich mit einem starken kulturellen italienischen Einfluss aufgewachsen bin, und ich somit um Umberto Eco gar nicht herumgekommen bin. Er war ein meisterhafter Schriftsteller. Ich nehme mir heraus das zu sagen, obwohl ich noch keinen einzigen Roman von ihm gelesen habe. Aber um das zu erkennen, reicht es, irgendeinen seiner Texte gelesen zu haben. Denn er schrieb nicht nur weltbekannte Romane, sondern beschäftigte sich auch mit vielen anderen Fragen; er beschäftigte sich u.a. mit der (italienischen) Sprache und mit der Übersetzung von Texten (Theorie & Praxis). Er war Semiotiker (Wikipedia Semiotik) und Philosoph. Er war ein sehr weiser Mann, ein Kritiker, ein brillianter Kopf. Hier ein paar seiner Schriften, die mir in Erinnerung geblieben sind und bleiben werden („leider“ auf Italienisch):

Umberto Eco: „Caro nipote, studia a memoria“
Le regole di Umberto Eco per parlare bene l’italiano

Wie ich schon sagte, sind mir seine Schriften hauptsächlich im universitären Rahmen begegnet. Zum Beispiel las ich Teile seines Buch „Come si fa una tesi di laurea“ („Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt“) als Vorbereitung auf meine Bachelorarbeit, die ich in Florenz geschrieben und verteidigt habe. Ein netter kleiner Ratgeber, in dem man viele interessante Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten findet. Ich habe mir nur, die für mich relevanten Textstellen rausgepickt, weil ich keine Zeit hatte, das ganze Buch zu lesen . Die zwei oben genannten Texte, sind mir zufällig begegnet.

Natürlich kenne ich den Film „Der Name der Rose“. Und ich gebe es zu, das Buch dazu habe ich nie gelesen. Dafür habe ich es jetzt aus dem Bücherregal meiner Eltern gefischt und lese es als nächstes. Schade, dass mich erst sein Tod dazu angehalten hat, über sein schriftstellerisches Wirken nachzudenken (ich grenze das jetzt mal bewusst von seinen Aufsätzen und sonstigen Texten ab) und mich dazu gebracht hat, dieses Buch nun endlich in die Hand zu nehmen. Aber besser spät als nie.

Umberto Eco, sein Tod ist ein großer Verlust für unsere Zeit und unsere Gesellschaft. 

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Bild: Meine private Fotosammlung

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