[Rezension] Laurin

In meinem ersten „Waiting On Wednesday„-Beitrag habe ich meine Freude über das Erscheinen dieses Buches bekundet. Ich hab mir das Buch direkt am Erscheinungstag gekauft und angefangen zu lesen. Inzwischen habe ich es durch, meine Gedanken dazu gesammelt und in dieser Rezension zusammengetragen 🙂

9783764170585


Titel:
Laurin
Autoren: Wolfgang und Heike Hohlbein
Seiten: 414
Verlag: Ueberreuter Verlag
Erschienen: 14.3.2016
Preis: HC 16,95€
ISBN: 9783764170585
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Inhalt (Klappentext)
Die Geheimnisse unter der Erde
Bei einem heftigen Erdbeben im alten Bergwerk werden Laurin und Dietrich vom Rest der Ausflugsgruppe getrennt und in einem Gang verschüttet, Geröll und Schutt machen den Rückweg binnen Sekunden unmöglich. Auf der Suche nach einem Ausgang geraten die Jugendlichen immer tiefer in die Eingeweide des Bergs. Alsbald entdecken sie merkwürdig leuchtende Steine, einen unterirdischen See und, tief im Bergesinneren, eine Stadt, in der Zwerge wie Sklaven gehalten werden. Rettung ist weit und breit nicht in Sicht. Doch seitdem sie die leuchtenden Steine berührt hat, geht eine seltsame Verwandlung mit Laurin vor. Sie entwickelt ungeahnte Kräfte und Fähigkeiten, weckt versteinerte und vertrocknete Pflanzen, bringt Leben und Farbe in die unterirdische Welt. Bald zeigt sich: Die abenteuerliche Reise durch die märchenhafte, bedrohliche Welt führt zu dem Geheimnis ihrer eigenen Herkunft … Quelle

Bewertung
Bevor ich mich in die Einzelheiten stürze, möchte ich vorwegnehmen, dass meine Freude über die Geschichte während der Lektüre leichte Dämpfer erfahren hat. Aber nur ein paar. Nun zu den Einzelheiten…

Der Anfang hat mich gefesselt (Ankunft in der neuen Welt, erste Orientierung) und ich war begeistert von der Idee des Zwergenreiches, dieser gespiegelten Welt mit vielen Parallelen zur Menschenwelt. Besonders fasziniert, hat mich die Art und Weise wie die Autoren aktuelle Themen eingebunden haben. Ich meine ganz konkret einige gesellschaftliche Elemente, die im Laufe der Geschichte immer weiter herausgearbeitet werden (Stichwort Fremdenhass). Die Geschichte zeugt insgesamt von großem Einfallsreichtum seitens der Autoren. Vor allem was die Sonne des Zwergenreiches angeht, haben mich die Autoren zum Schmunzeln gebracht. Auch die Beziehung zwischen der Menschenwelt und dem Zwergenreich und die gegenseitige Wahrnehmung. Einfach genial!

Was mir ziemlich auf die Nerven gegangen ist, waren die Verfolgungsjagden bzw. Laurins und Didis ständiges Fliehen; davon gab es einfach zu viel. Ich als Leser bin gar nicht richtig zur Ruhe gekommen. Die Verfolgungen haben die Geschichte unnötig in die Länge gezogen und waren teilweise auch sehr anstrengend zu lesen. Ziemlich schade! Ich musste mich dann doch ein bisschen zusammenreißen und weiterlesen. Manchmal haben die Figuren auch zu sehr um den heißen Brei geredet, frei nach dem Motto „Wir reden später“.

Aber auf ein Tief folgt ja meist ein Hoch. Und das Hoch ist in diesem Fall das Ende, denn das hat es in sich. Ich bin froh, weiter gelesen zu haben. Es kommt zu einem richtigen Showdown und nebenbei erhält man auch eine klitzekleine Lektion in nordischer Mythologie. Auf den letzten ca. 100 Seiten bekommt man nochmal eine geballte Portion Action und Fantasie serviert. Meines Erachtens gehaltvoller als jene Action, der man auf den vorausgehenden Seiten begegnet. An dieser Stelle hat mir das Lesen wieder Spaß gemacht, meine Langeweile war wie weggeblasen und ich war wieder an die Seiten gefesselt. Ich wollte unbedingt wissen was passiert und wie die Geschichte ausgeht. Insgesamt finde ich, dass dieser Teil ein wenig zu kurz gekommen ist. Die letzten zwei Absätze haben mich vollkommen verdattert zurückgelassen. Ich sitze immer noch da und denke mir: Verdammt, damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Toller Überraschungseffekt!

Fazit & Empfehlung
Ohne die steten Verfolgungsjagden wäre das Abenteuer der beiden Jugendlichen noch viel besser. Aber insgesamt haben die Hohlbeins für ein paar angenehme Lesestunden gesorgt. Und ein bisschen neidisch auf Laurin und Didi bin ich ja doch.

 Lieblingszitat
„[…] Die Alben mögen keine Fremden. Und sie sind der Meinung, dass einfach zu viele kommen.« »Und?«, fragte Didi. »Haben sie recht?« »Niemand, der in Not ist und Hilfe braucht, ist zu viel«, antwortete Urd.“ (S. 240)

„»Wenn wir auf Dummheit immer nur mit eigener Dummheit und Gewalt reagieren, dann wird sich nie etwas bessern«“ (S. 326)

 

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3 Gedanken zu “[Rezension] Laurin

  1. Jana XXX

    Ja ich habe es inzwischen hingekriegt deinen Blog zu abbonieren XD

    Das ist also das Buch von dem du mir erzählt hast.
    Ich finde es hört sich echt spannend an, obwohl ich normalerweise nicht so der Fantasy-Fan bin. ^^ Ok, ich muss zugeben, ich habe noch nie was von Hohlbein gelesen. O-O

    LG, Jana XD

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Leserückblick 2016 – Mein Lesezeichen Blog

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