[Rezension] Krieger des Nordens

Krieger des Nordens von Jonas Herlin

 

Titel: Krieger des Nordens
Autor: Jonas Herlin
Verlag: Blanvalet
Seiten: 474
Preis: TB 9,99€
Erschienen: 21.12.2015
ISBN: 9783734101892
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Klappentext
Die Langbootflotte des Wikingerfürsten Grimr Schädelspalter befindet sich auf dem Rhein mitten im Reich der Franken, als er nach einer Schlacht an seinen Wunden stirbt. Für seinen Sohn Olav ist klar, dass er nun die Führung der Flotte übernimmt. Doch sein Bruder Thorbrand greift ebenfalls nach der Macht. Plötzlich sind die Nordmänner in zwei Lager gespalten und können sich auf kein gemeinsames Vorgehen einigen, während sich ein Heer der Franken nähert. Was als gewinnbringendes Abenteur begann, endet in einem gewaltigen Kampf. Dem einen bringt er Ruhm, dem anderen den Tod. (Quelle)

Bewertung
Ich bin ganz ehrlich: Der Grund warum ich mir das Buch gekauft habe, war das Cover: dieses Gesicht, diese Augen… So blau und eiskalt! Und auch die blutverschmierte Klinge hat nach mir gerufen. Erst nachdem ich fertig war, das Cover zu bewundern, hab ich mir den Klappentext durchgelesen und es klang wirklich vielversprechend. Aber so wirklich begeistern, konnte mich die Geschichte um die zwei Brüder, Olav und Thorbrand, nicht.  Das lag teilweise an der Vorhersehbarkeit des Plots, aber auch daran, dass die Spannung oftmals zu wünschen übrig gelassen hat.

Es handelt sich um einen historischen Roman, der auf wahren Ereignissen beruht (diese werden am Ende des Romans erläutert; finde ich gut!). Deswegen finde ich es bemerkenswert, wie der Autor es geschafft hat, dieses „trockene“ verstaubte Stück Geschichte so lebendig zu gestalten (Figuren, Schlachten). Man könnte fast meinen es hätte die Männer um Grimr Schädelspalter tatsächlich gegeben!

Was die Vorhersehbarkeit des Plots angeht, wird meiner Meinung nach ziemlich schnell bzw. viel zu früh klar, welchem der beiden Brüder der Ruhm gebührt, und wer dem Tode geweiht ist. So war es zumindestens bei mir und das fand ich ziemlich schade. Was die Spannung betrifft, ist die immer dann eingeknickt, wenn der Erzählstrang zu den Geschehnissen um Thorbrand gesprungen ist. Thorbrands Erzählstrang schien mir nur als Puffer zu dienen, um die Zeit zum großen Showdown zu überbrücken. Zum Spannungsaufbau hat er nicht beigetragen, weil irgendwie nicht so viel passiert. Olavs Erzählstrang hingegen war sehr viel packender und interessanter.

Empfehlung
Im Großen und Ganzen ein interessanter historischer Roman, der einen guten Einblick in die Welt und die Sitten der Nordmänner gibt. Mal spannend, mal eher nicht, aber sehr blutig (hat mich nicht gestört, denn die Wikinger war nicht zimperlich. Blut und Tod war Teil ihres Lebens). Gute Lektüre für zwischendurch. Ich stelle es mir sehr gerne ins Regal, denn das Cover ist so toll! 😀

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Krieger des Nordens

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