[Rezension] Das beste Buch der Welt

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Titel: Das beste Buch der Welt
Autor: Peter Stjernström
Verlag: Dumont
Seiten: 350
Erschienen: 01.10.2014
Preis: 16,99€
ISBN: 978-3832-197575
Cover & Klappentext: Zur Verlagsseite

 

 

Klappentext
Titus Jensen ist erfolgloser Schriftsteller und in höchstem Maße frustriert. Beim Zechgelage mit dem gefeierten Dichter Eddie X kommt ihm jedoch eine glorreiche Idee: Warum nicht einfach mal alles in ein Buch packen, was das Zeug zum Bestseller hat – ein wenig Liebe, ein paar gute Rezepte, ein bisschen Selbstfindung, die effektivste Diätmethode und den ultraspannenden Krimi-Plot?
Sofort macht sich Titus ans Werk und entwickelt ungeahnte Produktivität, auch mithilfe seiner Lektorin, für die er heimlich Gefühle hegt. Schon naht der ersehnte Durchbruch auf der Buchmesse in Göteborg – da funkt ihm auf den letzten Metern Eddie X dazwischen …

Bewertung
Ich habe mir das Buch ausgesucht, weil ich den Titel ziemlich provokant fand: „Das beste Buch der Welt? Sowas gibt es nicht! Wenn das mal kein Reinfall wird.“ Diesem Risiko waren sich die Autoren (neben Stjernström gibt es noch zwei Koautoren) durchaus bewusst, denn es heißt: „[…] das hier ist immerhin ein Risikoprojekt, das zehn Meilen gegen den Wind nach Hybris stinkt. Wie kann jemand auch so blöd sein, ein Buch mit dem Titel Das beste Buch der Welt zu schreiben?“ (S.349). Damit nehmen sie sich selbst ein bisschen auf die Schippe. Man darf den Titel des Buches nicht allzu ernst nehmen, da man ansonsten schnell enttäuscht wird. Denn, meiner Meinung nach, ist dieses Buch NICHT das beste Buch der Welt, aber das soll nicht heißen, dass es durch und durch schlecht ist. Den Autoren ging es wahrscheinlich nicht darum das beste Buch der Welt zu schreiben, sondern lediglich den Versuch wie man es anstellen könnte, darzustellen. Und das ist ihnen auf hervorragende Art und Weise gelungen.

Während der Lektüre hatte ich sehr viel Spaß. Das hatte verschiedene Gründe: die verschiedenen Genres sind auf einer sehr geniale Art und Weise miteinander verknüpft, dass man sie gar nicht direkt auseinanderhalten kann bzw. man schnell den Überblick verliert. Sehr gut gefallen haben mir auch die vielen vielen Metaebenen in diesem Buch. Ein Autor schreibt über einen Autor, der über einen Autor schreibt, der… ach lassen wir das. Bei der Lektüre muss man ein bisschen mitdenken und sehr aufmerksam lesen. Es ist also auch ein kleines bisschen herausfordernd. Sehr gut gelungen finde ich auch die Art und Weise wie die Kulturbranche, der Buchhandel und das Schriftstellertum, auf die Schippe genommen werden. Das ist sehr erfrischend und ziemlich frech. Und Titus Jensen ist einfach eine Figur, die man ins Herz schließen muss.

Mich persönlich hat die Geschichte sowohl motiviert als auch inspiriert. In dem Buch geht es darum das beste Buch der Welt zu schreiben, der Schreibprozess an sich wird also thematisiert. Das Buch hat mich dazu gebracht ein Schreibprojekt, mit dem ich in einer Art On-Off-Beziehung lebe, wieder aufzunehmen. Mal sehen wie lange es dieses Mal hält. Da kommt das Ratgeber-Genre zum Vorschein, oder? 😀

Die Handlung ist durch die Vielzahl der Genres und der Metabenen sehr komplex gestaltet, aber diese Elemente machen das Buch aber auch an bestimmten Stellen etwas schwerbekömmlich. Der Inhalt wirkt an manchen Stellen sehr überladen, konstruiert und viel zu künstlich. Aber ich denke, dass das die unumgänglichen Konsequenzen sind, wenn man so vieles gleichzeitig zusammenmischt. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Fazit
Mir hat das Buch gefallen, auch wenn es nicht das beste Buch der Welt ist. Es bringt definitiv einen gewissen Unterhaltungswert mit, es „lenkt einen […] ein wenig von Alltag und Wirklichkeit ab“ (S.247) (so beschreibt sich das Buch selbst). Es ist mal was Neues und man muss sich darauf einlassen. Auch wenn das Cover etwas trivial wirkt, ist es unter der Oberfläche doch mehr als das. Und kann bitte jemand die Geschichte von Håkan Rink und Serien-Salvador schreiben? Danke! 😀

Lieblingszitat
„Liebe ist die edelste Energieform des Universums. Liebe ist die einzige Kraftquelle, die wächst, je mehr man sie verschwendet. Wenn ihr also wollt, dass dieser Planet überlebt –  dann liebt einander! Schöpft die Liebe voll aus!“ (S. 328)

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Ein Gedanke zu “[Rezension] Das beste Buch der Welt

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