[Montagsfrage] Schlechtes Gewissen gegenüber Buchfiguren

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Dieser verregnete Montag ist ein perfekter Tag um zu bloggen, lesen und zu chillen. Buchfresserchens Montagsfrage stammt heute von Sanne vom Blog Wortgestalten und lautet:

Habt Ihr ein schlechtes Gewissen gegenüber Protagonisten, wenn die bspw. hungern müssen und Ihr nebenher futtert?

Meine Antwort auf diese Frage ist gar nicht so simpel wie ich zuerst gedacht habe. Ich würde mal sagen ‚Nein, aber…‘ Denn ich finde Sannes Ansatz diese Frage anzugehen gar nicht so falsch. Deswegen unterscheide ich auch zwischen fiktiven und realen Erzählungen.

Wenn ich die Frage auf fiktive Erzählungen beziehe, dann nö, ich habe kein schlechtes Gewissen, wenn ich ein paar Kekse oder Salzstangen nebenher esse oder Tee schlürfe, während der Protagonist hungert oder durstig ist. Da wäre ja die Tribute von Panem Reihe kein sehr angenehmes Lesevergnügen gewesen, ganz im Gegenteil. Soweit lasse ich mich nicht von fiktiven Erzählungen beeinflussen.

Jetzt kommt das ‚Aber‘: wenn ich genau wie Sanne, Biographien, Tatsachenberichte etc. lese (was sehr selten vorkommt), geht in mir was anderes vor, aber ich würde es nicht schlechtes Gewissen nennen. Ein Beispiel: Das Buch „Der Rauch über Birkenau“ von Liana Millu konfrontiert den Leser mit dem Überlebenskampf im Konzentrationslager und dem Leid, dass die Frauen und Männer dort ertragen mussten. Während der Lektüre ist mir aufgegangen, wie gut ich es habe so ein glückliches Leben führen zu dürfen. Schlechtes Gewissen eher nicht, sondern eher extreme Dankbarkeit und verstärkte Selbstreflexion

Was geht in euch vor? Verratet es mir doch in den Kommentaren!

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4 Gedanken zu “[Montagsfrage] Schlechtes Gewissen gegenüber Buchfiguren

  1. Hallo,

    ich bin durch die Zeilenspringer (FB) über deinen Blog gestolpert und wollte erstmal sagen wie schön ich es hier finde. Hier komme ich gerne wieder öfters hin 🙂
    Diese Frage fand ich interessant und ich kann deiner Antwort nur zustimmen.
    Im ersten Moment würde ich natürlich auch sagen „Nö, warum sollte ich Mitleid haben“?, aber natürlich, wenn man etwas reales liest, ist es wieder etwas ganz anderes. Gerade weil man weiß, wie schlimm die Situation ist, fühlt man stärker mit als normal und das ist eben bei einer fiktiven Geschichte nicht unbedingt der Fall.

    Liebe Grüße,
    Alex -Worttänzerin-

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Alex, vielen Dank für Deine lieben Worte und herzlich Willkommen auf meinem Blog! 🙂 ich freue mich schon auf Deine Besuche! Sobald ich wieder am Computer bin, möchte ich mir auch gerne mal Deinen Blog genauer ansehen. Am Handy ist das immer viel zu umständlich 🙂
      Ja, zwischen Realität und Fiktion liegen Welten unterschiedlicher Wahrnehmung. Da muss man auf jeden Fall unterscheiden!

      Gefällt mir

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