[Rezension] Die vier Jahreszeiten des Sommers

Normalerweise halte ich mich eher fern von Liebesgeschichten, Romanzen und Erotikabenteuern – aber mit „Die vier Jahreszeiten des Sommers“ verhält es sich total anders.  In dieses Buch hab ich mich verliebt: in seine Geschichten, seine Figuren und in seine Botschaft. Das Buch hat mich einfach verzaubert.

9783455600414

Titel: Die vier Jahreszeiten des Sommers
Autor: Grégoire Delacourt
Verlag: Atlantik
Seiten: 184
Preis: HC 18€
Erschienen: 2016 (Original: 2015)
ISBN: 978-3-455-60041-4
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© Coverabbildung: Atlantik Verlag

Klappentext
Ein Sommer am Strand: Kinder planschen im Meer, Möwen kreischen, der Geruch von Sonnencreme liegt in der Luft. In einem nordfranzösischen Badeort schlagen die Herzen höher: Vier Liebespaare verbringen hier ihren Urlaub. Eine erste junge Liebe erwacht, eine Liebe ist bereits vergangen, eine andere wird wieder neu entfacht, und eine Liebe hält.

Meine Meinung
Die vier Geschichten dieses Buches verfügen über eine gewisse Reife und Tiefgang, man hat nicht das Gefühl, dass man das schon irgendwo irgendwie gelesen hat. Die Geschichten sind herzerwärmend, sie sind ein kleiner Schatz aus Worten, der einen innerlich bereichert. Sie laden zum Träumen ein und spenden Hoffnung. Die Sprache mit der der Autor erzählt, ist so sanft und zart wie die Sprache der Blumen, die in den Geschichten eine wichtige Rolle spielen. Im Mittelpunkt steht die Liebe und sie wird in all ihren Facetten und Stadien gezeigt, egal ob jung oder alt. Es wirkt als wären die Geschichten aus dem Leben gegriffen und als Leser findet man sich in dem ein oder anderem Paar wieder.

Der Autor hat die Geschichten sehr authentisch und ehrlich gestaltet, sie sehr geschickt miteinander verflochten. Nicht nur die Paare sondern auch die Worte verfließen ineinander und man schmunzelt, wenn man die Paare in den Worten eines anderen Paares findet. Es sind vier Paare, vier Geschichten, aber eigentlich ist es eine große Geschichte, erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie haben alle einen gemeinsamen Kern: Es ist ein Sommer und jedes Paar ähnelt irgendwie einer Jahreszeit. Und wie die Jahreszeiten nicht abrupt enden und beginnen, so verfügen auch die Geschichten fließende Übergänge und das hat mich am meisten fasziniert.

Die Geschichten sind auf unglaubliche Art und Weise erzählt, sie sind sehr schön und rührend, man empfindet eine Spur Dankbarkeit, dass man an diesen Schicksalen teilhaben durfte, die dem Leben trotzen und l(i)eben. Und ich kann gar nicht so wirklich sagen, welches Paar mich am meisten berührt hat, aber wenn ich wählen müsste, dann wären es Rose und Hyazinthe.

Fazit
Die Geschichte empfehle ich denjenigen, die mehr von Liebesgeschichten erwarten als den üblichen Kitsch und die gewohnten Klischees. Denn in diesem Buch geht es nicht um die Liebe des einzelnen, sondern um das große Ganze, um das Leben und was das Leben lebenswert macht.

Lieblingszitate
„Jungen drehen sich nie um, sie hätten zu große Angst umzukehren. […] ein Mädchen hält einen Jungen, der fortgeht nicht fest, es hätte zu große Angst, dass er nicht umkehrt.“ (S.71)

„Man darf eine Jugeniebe nicht wieder beleben. Man muss sie in der wohltuenden Dunkelheit der Erinnerungen lassen. Da wo sich die angedeuteten Versprechen, die vorgestellten, vergessenen Liebkosungen, die Sehnsucht nach Haut, nach Gerüchen, wo sich die versteckten Träume veredeln und die schönsten aller Geschichten schreiben.“ (S.87)

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