[ACOERP] Wonder

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Titel: Wonder
Autorin: Raquel J. Palacio
Verlag: Random House (Englisch)/ Hanser Verlag (Deutschland)
Seiten: 405
ISBN: 9780552565974
Erschienen: 2014
Homepage der Autorin
Hanser Verlag

 

 

 

 Klappentext
August ist anders. Dennoch wünscht er sich, wie alle Jungen in seinem Alter, kein Außenseiter zu sein. Weil er seit seiner Geburt so oft am Gesicht operiert werden musste, ist er noch nie auf eine richtige Schule gegangen. Aber jetzt soll er in die fünfte Klasse kommen. Er weiß, dass die meisten Kinder nicht absichtlich gemein zu ihm sind. Am liebsten würde er gar nicht auffallen. Doch nicht aufzufallen ist nicht leicht, wenn man so viel Mut und Kraft besitzt, so witzig, klug und großzügig ist – wie August. (Quelle: Hanser Verlag)

Meine Meinung
Mit der Lektüre dieses Buches ist mir eines klar geworden: August Pullman ist nicht nur ein Wunder, sondern er bewirkt auch welche. Seine Geschichte bringt einen dazu, darüber nachzudenken, mit welcher Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit wir unser Leben leben. Ich hab mich regelrecht ertappt gefühlt, als er die Blicke derjenigen Personen beschrieben hat, die ihn zum ersten Mal sehen. Ich denke, dass fast jeder von uns schon mal diesen Gesichtsausdruck hatte. Deswegen ist dieses Buch so wichtig, es ist eine Geschichte über Freundschaft, Selbstvertrauen, Respekt und vor allem Toleranz. Es setzt ein Zeichen gegen Mobbing und ich denke es wäre auch eine Lektüre, die für den Schulunterricht geeignet wäre.

When given the choice between being right or being kind, choose kind.

Die Art und Weise wie die Geschichte erzählt wird, hat mir sehr gut gefallen. Zum einen sind die Kapitel sehr kurz, was zum sofortigen Weiterlesen animiert und man will das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Zum anderen fand ich die Perspektivwechsel sehr sinnvoll: Eine Geschichte hat immer mehrere Seiten und man sieht, dass alle Figuren irgendwie mit ihrem Leben zu kämpfen haben. Am meisten berührt hat mich die Perspektive von Augusts Schwester, Via. Die Ich-Perspektive gibt einen genauen Einblick in ihre Gefühlswelt und man kann verstehen was in ihr vorgeht. Außerdem denke ich, dass es irgendwann etwas langweilig geworden wäre, die Geschichte nur aus Augusts Perspektive zu lesen. Dazu ist die Thematik viel zu umfassend und vielschichtig.

Über Justin habe ich das gesamte Buch über den Kopf geschüttelt. Er strotzt nur so von Ignoranz und Naivität. Deswegen war das Julian-Kapitel auch unerlässich, um zu verstehen was genau in ihm vorgeht. Man erhält nochmal eine ganz andere Sicht auf Dinge. Alle Figuren wachsen über sich hinaus, auch August und vor allem Julian.

Interessant fand ich auch, dass die Autorin es zunächst den anderen Figuren überlässt Augusts Aussehen zu beschreiben. Man bekommt also nur einen äußeren Eindruck von ihm. Erst im Laufe der Geschichte erfährt der Leser wie August sich selbst sieht. Und teilweise ist es wirklich sehr herzergreifend.

Fazit
„Wonder“ von Raquel J. Palacio ist eine sehr berührende Geschichte, die dem Leser einen Spiegel vorhält, nicht nur den Kindern, sondern auch den Erwachsenen. Es ist dem Leser überlassen, was er mit dem was er im Spiegel sieht anfängt. Für mich steht fest: „‚Shall we make a new rule of life … always to try to be a little kinder than is necessary?'“ (S. 299)

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Ein Gedanke zu “[ACOERP] Wonder

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