[Rezension] Der Sandkornzähler

dersandkornzahlerricchizzi

Titel: Der Sandkornzähler
Autorin: Sarah Ricchizzi
Verlag: Self Publisher
Seiten: 20
Erschienen: 08.01.2017
Preis: eBook zzT. kostenlos
Die Autorin

 

 

 

Inhalt
Die Zeit ist trügerisch und so manch einem gar nicht wirklich bewusst. In einer Welt, die aus Sanduhren besteht und jedes Sandkorn für die verbliebene Lebenszeit steht, ist einem der Umstand der entfliehenden Zeit umso eindringlicher.
Eigentlich sickert die Zeit stetig fort. Allerdings nicht für die Träumer. Denn Träumer glauben, dass alles möglich ist. Daher ist es für einen ganz bestimmten Träumer keineswegs abwegig in Betracht zu ziehen, dass man die Zeit für einen Augenblick des Glücks auch einfach stoppen kann.

Meine Meinung
Ich bin eigentlich keine Kurzgeschichtenleserin, aber bei dieser Geschichte habe ich eine Ausnahme gemacht, weil mich das Thema momentan persönlich umtreibt.

„Der Sandkornzähler“ ist eine Kurzgeschichte, in der man eine Ermahnung und eine Aufforderung seine Lebenszeit besser zu nutzen, findet. Sie erinnert den Leser daran auch mal für den Moment zu leben, ein Risiko einzugehen und sich aus der Komfortzone zu begeben. Man fragt sich während der Lektüre immer: Leben um zu arbeiten oder arbeiten um zu leben? Was will man wirklich im Leben? Diese Fragen werden in der Kurzgeschichte beleuchtet und auch beantwortet. Im Leben wünscht man sich oft mehr Zeit, man wünscht sich, dass die Zeit schneller vergeht oder man würde sie am liebsten anhalten. Diese Geschichte führt dem Leser vor Augen, dass Zeit etwas Besonderes ist.

Während des Lesens habe ich immer wieder Passagen gefunden, die mich sehr nachdenklich gestimmt haben. Ich selbst stehe momentan sehr unter Zeitdruck, habe kaum noch Zeit, außer für die Uni und die Lernerei. Diese Kurzgeschichte hat mir dies nochmal vor Augen geführt. Ich weiß, dass es nicht immer so sein wird und auch nicht immer so sein muss. Man selbst ist verantwortlich für seine Zeit und dafür, was man mit ihr anstellt.

Mir hat sehr gut gefallen, wie die Autorin das Zeit-Universum aufgebaut hat, mit all seinen Eigenheiten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und von Metaphern geprägt; das fand ich sehr ansprechend. Ich habe die Kurzgeschichte in einem Rutsch durchgelesen, weil ich neugierig darauf war, wie es Beta nach der Begegnung mit Henry ergeht. Noch dazu finde ich das Cover wunderschön und es spiegelt den Inhalt der Kurzgeschichte sehr gut wider.

Fazit
Es handelt sich um eine süße, aber auch etwas (wie ich finde) philosophische Kurzgeschichte, die ihre ‚Leichtigkeit‘ deswegen aber nicht einbüßt, wie es oft bei Texten geschieht, die sich mit philosophischen Fragen auseinandersetzen. „Der Sandkornzähler“ ist auf jeden Fall lesenswert! Ich würde mich freuen mehr von Sarah Ricchizzi zu lesen.

Liebelingszitat
„Nur ein Dummbatz würde ohne Träume durch sein Leben irren“ (Pos. 155)

„Ein Träumer durchlebt Achterbahnmomente; Hoffnung wechselt sich mit der Realität sooft ab, dass die Gefühle ein konstantes Durcheinander erleben müssen […]“ (Pos. 125)

Interview mit der Autorin bei Laputas Bücherwelt

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4 Gedanken zu “[Rezension] Der Sandkornzähler

  1. wow, ich bin total begeistert und gerührt von deinen Worten. Vielen lieben Dank, dass du dir all die Zeit genommen hast ❤ Was mich am meisten interessiert: Wie bist du auf meine Kurzgeschichte aufmerksam geworden? =) Durch den Beitrag in meinem Blog oder auf meiner Seite? Oder noch ganz woanders?

    Liebe Grüße ❤
    Sarah

    Gefällt 1 Person

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