[Rezension] Sag nie ihren Namen

sagnieihrennamen

Titel: Sag nie ihren Namen
Autor: James Dawson
Verlag: Carlsen
Seiten: 336
Erschienen: 2015
Preis: TB 12,99€
ISBN: 9783551314192

Zur Verlagsseite

© Coverabbildung: Carlsen Verlag

Inhalt
Als Bobbie und ihre beste Freundin Naya an Halloween den legendären Geist Bloody Mary beschwören sollen, glaubt niemand, dass wirklich etwas passieren wird. Also vollziehen sie das Ritual: Fünf Mal sagen sie Marys Namen vor einem mit Kerzen erleuchteten Spiegel … Doch etwas wird in dieser Nacht aus dem Jenseits gerufen. Etwas Dunkles, Grauenvolles. Sie ist ein böser Hauch. Sie lauert in Albträumen. Sie versteckt sich in den Schatten des Zimmers. Sie wartet in jedem Spiegel. Sie ist überall. Und sie plant ihre Rache.

Meine Meinung
Dieses Buch hat gezeigt, wie aus einer unerschrockenen Leserin ganz schnell eine ängstliche, sich unter der Bettdecke verkriechende Leserin wird. Unter der Bettdecke ist man doch sicher, oder? Auch vor Bloody Mary, oder?! Alle Warnungen zum Trotz, habe ich das Buch gelesen und es nicht bereut (Und während ich das hier gerade schreibe, hat sich meine Gardinenstange wie von Geisterhand selbstständig gemacht – Geister, so ein Quatsch!).

Wie dem auch sei, die Geschichte um Bobbie und Bloody Mary ist phasenweise immer sehr gruselig und nervenaufreibend. Zwischendurch hat man immer mal wieder die Möglichkeit kurz durchzuatmen und sich zu beruhigen. Die Spannung bleibt jedoch bestehen, denn hinter dieser Geschichte  verbirgt sich nicht nur Angst und Schrecken, sondern auch eine interessante und raffinierte Detektivgeschichte, die der Handlung zusätzlichen Nervenkitzel verleiht. Es ist keine Gute-Nacht-Geschichte, so viel ist sicher. Die düstere und bedrohliche Atmosphäre zu transportieren, gelingt dem Autor sehr gut. Die krasse Wendung am Ende des Buches und die Auflösung haben mich sehr überrascht – sehr kluge Schachzüge des Autors, muss ich sagen. Die Liebesgeschichte war glücklicherweise eher Nebensache und hat mich somit nicht weiter gestört.

Leider hat das Buch nicht nur seine guten Seiten, sondern auch ein paar schlechte. Vor allem die Dialoge haben mich gestört. Ich weiß nicht, ob die Übersetzung daran Schuld ist, oder ob es der Stil des Autors ist. Wie dem auch sei, waren die Dialoge teilweise sehr künstlich und gestelzt. Das hat meinen Lesefluss oft ins Stocken gebracht. Insgesamt fand ich den Hintergrund der Handlung etwas klischeebehaftet (Internat, Elite, graues Mäuschen vs. beliebtes Mädchen etc.) und gegen Ende auch etwas übertrieben und wenig glaubwürdig (Bobbie vs. Grace). Zudem kam mir Bobbie nie wie eine Außenseiterin vor (im Vergleich zu Bloody Mary). Während der Lektüre habe ich mich auch oft über Naya gewundert, die vergleichsweise viel zu passiv und gleichgültig gegenüber den Geschehnissen war. Meiner Meinung nach, war sie teilweise nur dazu da, um die Handlung ein wenig voranzutreiben.

Fazit
Insgesamt ist „Sag nie ihren Namen“ eine spannende und aufregende Geschichte, die mir, trotz ihrer Schwächen, gut gefallen hat. Das Buch ist ein Page-Turner und man fliegt nur so durch die Seiten, weil man wissen will was es denn nun mit dem Fluch auf sich hat. Für Zwischendurch und ganz sicher nicht abends (obwohl, wo bleibt denn der ganze Spaß?!), eine ideale Lektüre. Und eins steht fest, mich bekommt keiner dazu, diesen Namen fünfmal auszusprechen!

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s